Mittwoch, 25. August 2010
Sean Connery wird 80
Der wahre James Bond
Er hat James Bond ein Gesicht gegeben, wurde von Queen Elizabeth zum Ritter geschlagen, ist Oscarpreisträger und war „Sexiest Man Alive“. Sean Connery gehört zur ersten Garde der großen Schauspieler. Am Mittwoch wurde der große Schotte 80 Jahre alt.

Sean Connery kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Der gebürtige Schotte hat nicht nur siebenmal den legendären Agenten gespielt, sondern hat auch in zahlreichen anderen Filmen bewiesen, dass er mehr als nur den smarten James Bond spielen kann. Der Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf gibt anlässlich seines 80. Geburtstags einen Bildband heraus, der den Schauspieler in seinen größten Rollen und auch abseits der Kamera zeigt.

Connery wurde praktisch "vom Milchmann zum Weltstar". In seiner Jugend hatte er viele Gelegenheitsjobs, von denen einige recht außergewöhnlich waren. So arbeitete er unter anderem als Lastwagenfahrer, Nacktmodel und als Bodybuilder. Ein Schwarz-Weiß-Foto zeigt ihn bei dem Wettbewerb "Wahl zum Mister Universum" im Jahr 1952 in Badehose. Durchtrainiert und smart sieht er dort aus.

Als 007 hatte er 1962 in dem Film „James Bond jagt Dr. No“ seinen internationalen Durchbruch. Bis 1983 in „Sag niemals nie“ verkörperte Connery dann den smarten Geheimagenten, der seinen Martini lieber geschüttelt als gerührt trinkt, ein Herzensbrecher ist, und sich mit größenwahnsinnigen Bösewichten anlegt. Doch nachdem er insgesamt sieben Mal die Rolle des Agenten übernommen hatte, wollte Connery die Rolle dann endgültig abgeben.



Er etablierte sich nach seiner Bond-Karriere schließlich als Charakterdarsteller. Filme wie "Robin und Marian " von 1976 zeigen zwar einen wandlungsfähigen Schauspieler, fanden jedoch beim Publikum nur wenig Beachtung. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre spielte er vermehrt väterliche und oft auch selbstironisch angelegte Rollen. Herausragend war 1986 seine Verkörperung des Undercover-Mönchs in Jean-Jacques Annauds "Der Name der Rose", für die Connery mit dem "Britisch Academy Award" als "Bester Schauspieler" ausgezeichnet wurde. 1987 bekam er dann für die beste Nebenrolle in "Die Unbestechlichen" einen Oscar.

Zwei Jahre später übernahm er in "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" die Rolle des Professor Henry Jones, dem Vater von Indiana, obgleich er nur zwölf Jahre älter ist als Harrison Ford.

Mit dem großen Regisseur Steven Spielberg, mit der diesen Film drehte, ist er auch auf einigen Fotos von den Dreharbeiten zu sehen- ebenso mit dem Krimi-Altmeister Alfred Hitchcock. Zwischendurch findet der Leser Zitate von Connery selbst oder von anderen, die Auskunft über seine Persönlichkeit geben. Beispielsweise war er von Hollywood als Wohnort nicht besonders überzeugt: "Netter Ort für Besuche, aber nicht, um dort zu leben."

Im Gegensatz zu einem James Bond, der ein recht riskantes und exotisches Leben führt, zeigt sich Connery privat eher bodenständig. Auf einem Bild ist er mit Schauspielerin Diane Cilento auf einem Bahnsteig zu sehen. Mit ihr war er von 1962 bis 1973 verheiratet. Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn, Jason. 1975 heiratete der Bond-Star dann ein zweites Mal, diesmal Micheline Roquebrune, eine französische Künstlerin. Mit ihr lebt er bis heute zusammen.

2005 gab er schließlich an, dass er in Ruhestand geht. Viele Fans bedauerten das. Er hat nun mehr Zeit für sein Privatleben. Connery ist ein Filmstar, der in Würde gealtert ist. Er legte frühzeitig sein Toupet ab und stand zu seiner Halbglatze. Nicht zuletzt, weil er so souverän mit seinem Alter umgeht, zählt er immer noch zu den attraktivsten Schauspielern - auch noch mit 80 Jahren.
Quelle: rp-online.de


Eine nicht ganz ernstzunehmende Hommage an den Mann mit der Doppelnull ...

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