Samstag, 3. Juli 2010
Viertelfinale 1/2
Uruguay und Niederlande im Semifinale
Niederlande - Brasilien 2:1

Die Niederlande zogen als erstes Team in das WM-Semifinale ein. Arjen Robben und Co. besiegten Rekord-Weltmeister Brasilien im Nelson-Mandela-Bay-Stadion von Port Elizabeth 2:1.

Brasilien dominierte die erste Halbzeit klar. Robinho besorgte bereits in der 10. Minute die frühe Führung der Selecao. Die Oranjes wirkten geschockt, brachten in der Offensive wenig zustande.

Erst zu Beginn der zweiten Hälfte kamen sie besser ins Spiel. Nach einer Sneijder-Flanke behinderten einander Melo und Torhüter Cesar. Der Ball fand so den Weg zum Ausgleich ins Tor (58.). Die Entscheidung besorgte Sneijder per Kopf nach einem Corner (68.). Die Partie wurde in Folge hektischer. Melo sah nach einem derben Tritt gegen Robben zu Recht die Rote Karte. Brasilien warf mit einem Mann weniger noch einmal alles nach vorne. Gefahr erzeugten die Südamerikaner aber nur noch nach Eckbällen. Die Niederlande kamen zu Konterchancen, ließen aber auch die besten aus.

Die Niederlande stehen damit zum vierten Mal in einem WM-Semifinale. "Es war kein schönes Spiel, aber ein sehr leidenschaftliches. Das Tor durch die Mitte dürfen wir nicht bekommen. Der Ausgleich war natürlich glücklich", so Mark van Bommel nach dem ersten Sieg der Oranjes über Brasilien bei einer Weltmeisterschaft seit 36 Jahren.



Uruguay - Ghana 4:2 n.E.

Uruguay nach 40 Jahren wieder im Halbfinale

Ghana ist als letzte afrikanische Mannschaft im Viertelfinale gescheitert. Die „Black Stars“ unterlagen Uruguay im Soccer-City-Stadion von Johannesburg vor 84.017 Zuschauern im Elfmeterschießen 2:4 - nach 120 Minuten war es 1:1 gestanden. Für Uruguay ist es der erste Semifinal-Einzug nach 40 Jahren.

Uruguay war in den ersten Minuten die tonangebende Mannschaft. Die Ghanaer kamen aber ab Mitte der ersten Halbzeit auf und zu einigen Möglichkeiten. Die Abwehr der Südamerikaner stand nicht so sicher wie in den ersten vier Partien. Das lag auch daran, dass Kapitän Lugano schon früh verletzungsbedingt vom Spielfeld musste und der zweite etatmäßige Innenverteidiger überhaupt nicht eingesetzt werden konnte. Der Treffer Muntaris aus 36 Metern war durchaus haltbar. Doch Muslera ließ den Ball passieren (47.)

Nach der Pause versuchten die Paraguayer, die Kontrolle zurück zu gewinnen, was teilweise gelang. In der 55. Minute entschied Schiedsrichter Benquerenca auf Foul am linken Strafraumeck. Forlan verwandelte den Freistoß zum 1:1. Ghana-Schlussmann Kingson machte allerdings eine recht unglückliche Figur.

In weiter Folge gab es Möglichkeiten auf beiden Seiten. Vor allem Suarez sorgte für Gefahr, hatte den Siegtreffer mehrmals am Fuß bzw. Kopf. Die Celeste waren in Summe wohl die etwas gefährlichere Mannschaft, der Ball wollte aber den Weg ins Tor nicht mehr finden. So ging es in die Verlängerung, für Ghana nach dem Achtelfinal-Sieg über die USA zum bereits zweiten Mal.

Anders als gegen die US-Boys gelang den „Black Stars“ aber kein Tor, obwohl sie durchaus bemüht waren, ein Elfmeterschießen zu vermeiden und in der 120 Minute einen Penalty zugesprochen bekamen, nachdem Suarez auf der Linie mit der Hand gerettet hatte und dafür ausgeschlossen worden war. Gyan traf allerdings nur die Latte.

Uruguay zeigte in der Verlängerung nur noch wenig und rettete sich schließlich ins Elfmeterschießen, indem Muslera die Elfer von Mensah und Adiyiah parieren konnte. Abreu verwandelte den entscheidenden für die Südamerikaner. „Ich bin überglücklich. Das ist unglaublich. Ich bin sehr stolz auf die Burschen. Sie haben alles gegeben“, jubelte Celeste-Coach Tabarez. Und Stürmer Abreu: „Wir sind unter den besten vier Teams der Welt, da kann alles passieren. Wir werden versuchen, das Unmögliche möglich zu machen.“
Quelle: www.sportlive.at

... link (0 Kommentare)   ... comment


Neu auf DVD:
Stepfather
Als Michael (Penn Badgley) nach einem Jahr Militärschule endlich wieder nach Hause zurückkehrt, ist seine Mutter Susan (Sela Ward) frisch liiert. Doch Michael hat eine dumpfe Vorahnung, dass mit seinem zukünftigen Stiefvater David (Dylan Walsh) irgendetwas faul ist. Nur glaubt ihm leider niemand. Seine Mutter und seine Freundin halten Michael schlichtweg für paranoid, obwohl sich David ihm gegenüber ganz subtil immer bedrohlicher und böswilliger benimmt. Michael stöbert derweil in Davids Vergangenheit und als er endlich auf sein wohlgehütetes Geheimnis stößt, ist es fast zu spät. Plötzlich liegt es ganz allein an Michael, seine Familie vor dem Möchtegern-Familienoberhaupt zu beschützen ...

Rein technisch macht das jüngste Remake eines 80er-Jahre Horrorfilms gar nicht so viel falsch. Die Inszenierung ist einigermassen dicht, und auch die Darsteller liefern allesamt ordentliche Leistungen. Allerdings verlässt sich das Drehbuch über weite Strecken zu sehr auf die gängigen Horror- und Teenie-Klischees, und wirkt deshalb schnell fade und langweilig. Zudem sind sich Stiefvater Dylan Walsh ("Nip Tuck") und der Teenager Penn Badgley ("Gossip Girl") gar nicht so unähnlich, was in den hektischen Dunkelaufnahmen manches Mal für Verwirrung sorgt. Insgesamt hätte es den faden Neuaufguss nicht wirklich gebraucht, aber für den filmischen Fastfood zwischendurch kann man ihn mal mitnehmen.
Bewertung: 4,5/10 (Moviepilot Prognose 3)


... link (0 Kommentare)   ... comment


Ghost Dog - Der Weg des Samurai (1999)
Ghost Dog (Forest Whitaker) lebt über der Welt, unter Vögeln, in einer Hütte, die er auf dem Dach eines verlassenen Gebäudes errichtet hat. Ghost Dog ist ein professioneller Killer, der im Dunkel der Nacht verschwindet und sich unbemerkt durch die Stadt bewegen kann. Sein Leitfaden ist ein alter Verhaltenscodex der Samurai. Als Ghost Dogs Grundsätze von der verstörten Mafiasippe, die ihn gelegentlich beschäftigt, sträflich missachtet werden, reagiert er strikt im Einklang mit dem Weg des Samurai.

Auch wenn "Ghost Dog" das vielleicht bekannteste Werk des Independent-Filmers Jim Jarmusch ("Mystery Train") ist, der durchschnittliche Zuschauer muss sich zwangsläufig fragen, was die Geschichte soll. Seine symbolträchtige Langsamkeit gepaart mit blutigen Shoot-Outs und philosophischer Stimme im Off ist schon sehr unkonventionell. Irgendwie ziemlich verschroben und doch auch kultverdächtig. Hauptdarsteller Forest Whitaker ("Der letzte König von Schottland") zumindest ist auf dem ersten Höhepunkt seiner inzwischen abebbenen Karriere.
Bewertung: 5/10 (Moviepilot Prognose 7,5)


... link (0 Kommentare)   ... comment


CRIZCGN - Vote for Danny Miller

... link (0 Kommentare)   ... comment